Überwachung und eindeutige Diagnose jeder einzelnen Zelle
Das mcc©-BMS überwacht den Betriebszustand und die Temperatur jeder Zelle, anstatt lediglich Mittelwerte eines Moduls auszuwerten. Auffälligkeiten werden dadurch früh erkannt und exakt der betroffenen Zellposition zugeordnet.
PTR: Warnen, solange noch gehandelt werden kann
Die Predictive Thermal Runaway Detection erkennt sich langfristig entwickelnde Zellabweichungen, bevor daraus eine unmittelbar kritische Situation entsteht. Abhängig vom Fehlerbild kann das mcc©-BMS bereits Wochen oder Monate im Voraus auf die betreffende Zelle hinweisen – besonders wertvoll in der Luftfahrt und anderen sicherheitskritischen Anwendungen.
Einzelzellaustausch statt Austausch des gesamten Batteriepacks
Die Zellen werden weder verschweißt noch gebondet, sondern innerhalb der patentierten Magnetic-Cell-Cluster-Architektur reversibel kontaktiert. Eine gealterte, leistungsschwache oder auffällige Zelle kann im vorgesehenen Serviceprozess gezielt ersetzt werden.
Aktive Prävention und passiver Schutz gegen thermische Propagation
BMS-Schutzfunktionen und Einzelzellüberwachung werden durch thermisch wirksame Trennelemente und ein auf den Anwendungsfall abgestimmtes Gehäuse ergänzt. Sollte trotz der präventiven Überwachung eine Zelle thermisch durchgehen, ist das Pack darauf ausgelegt, den Wärmeeintrag in benachbarte Zellen und eine Kettenreaktion zu begrenzen.
Längere wirtschaftliche Nutzungsdauer des Batteriesystems
Eine einzelne gealterte Zelle bestimmt nicht mehr zwangsläufig das Lebensende des gesamten Packs. Durch den gezielten Zelltausch bleiben Gehäuse, Elektronik und alle weiterhin funktionsfähigen Zellen im Einsatz – mit geringeren Ersatzkosten und weniger ungeplanten Ausfallzeiten.
Servicefähigkeit direkt am Einsatzort
Das mcc©-Konzept ermöglicht Diagnose und Zelltausch, ohne das komplette Batteriepack für jede Reparatur zum Hersteller zurücksenden zu müssen. Je nach Anwendung kann der Austausch durch den Betreiber, den Flugzeughalter oder einen entsprechend geschulten Servicetechniker erfolgen.
Optimierte Wärmeabfuhr auf Zellebene
Die Zellanordnung und die thermische Anbindung an das Gehäuse unterstützen eine gleichmäßige axiale Wärmeabfuhr. Dadurch werden lokale Hotspots reduziert und die Zellen auch bei hohen Leistungsanforderungen in einem möglichst homogenen Temperaturbereich betrieben.
Integriertes BMS mit nachvollziehbaren Betriebsdaten
Das BMS stellt relevante Batterie-, Diagnose- und Zustandsinformationen in Echtzeit bereit. Statt einer allgemein gehaltenen „intuitiven Benutzeroberfläche“ erhalten Betreiber und Systemintegratoren konkrete Daten für Betrieb, Wartung und Fehleranalyse.
Schnittstellen für die Integration in Fahrzeuge und Luftfahrzeuge
Je nach Ausführung stehen unter anderem CAN, Ethernet, USB, WLAN und Bluetooth zur Verfügung. Dadurch lassen sich OXYGEN-Batteriepacks in übergeordnete Steuerungen, Cockpitanzeigen, Diagnosesysteme und kundenspezifische Anwendungen integrieren.
Skalierbare Auslegung von Spannung, Kapazität und Leistung
Die gemeinsame mcc©-Plattform kann für unterschiedliche Systemspannungen, Energieinhalte und Lastprofile konfiguriert werden. Damit bildet sie die technische Grundlage sowohl für kubische und zylindrische Standardpacks als auch für vollständig kundenspezifische Batterieformen.
Flexibilität bei Zellentyp und Zellchemie
Die Batteriearchitektur ist grundsätzlich nicht an einen einzelnen Zellhersteller oder eine bestimmte Zellchemie gebunden. Die Zellwahl kann anhand von Energiedichte, Leistungsanforderung, Lebensdauer, Temperaturbereich, Verfügbarkeit und Zulassungsanforderungen erfolgen.
Demontage und sortenreine Materialtrennung
Da die Zellen nicht dauerhaft verschweißt oder gebondet sind, lässt sich das Batteriesystem am Ende seiner Nutzungsdauer zerstörungsarm zerlegen. Funktionsfähige Komponenten können weiterverwendet und unterschiedliche Materialien gezielter den jeweiligen Recyclingwegen zugeführt werden.